Stromaustausch mit dem Ausland
Stromaustausch mit dem Ausland
Die Balken stellen die monatlichen Stromimporte (negative Werte) und Stromexporte (positive Werte) zwischen der Schweiz und den Ländern Frankreich (FR), Deutschland (DE), Österreich (AT) und Italien (IT) dar. Die farbliche Aufteilung verdeutlicht die jeweiligen Beiträge der einzelnen Länder. Die orangefarbene Linie zeigt den Unterschied zwischen Import und Export und damit an, ob die Schweiz im jeweiligen Monat netto Strom importiert oder exportiert hat.
Strommix und Gesamtverbrauch Schweiz
Strommix und Gesamtverbrauch Schweiz
Die Balken zeigen die monatliche Stromproduktion in der Schweiz, aufgeteilt nach Produktionsquellen: Kernkraft, thermische Kraftwerke (KVA), Laufwasserkraft, Windenergie, Photovoltaik sowie Pumpspeicherkraftwerke. Die rote Linie stellt die gesamte Stromproduktion dar. Zusätzlich zeigt die schwarze Linie den Landesverbrauch im jeweiligen Monat.
Einsatz von Regelenergie in der Schweiz
Einsatz von Regelenergie in der Schweiz
Der Chart zeigt den monatlichen Einsatz von Sekundärregelenergie (SRE) und Tertiärregelenergie (TRE) in der Schweiz. Die grün und türkis dargestellten Balken zeigen den Einsatz positiver bzw. negativer Sekundärregelenergie. Die blauen und violetten Balken zeigen den Einsatz positiver bzw. negativer Tertiärregelenergie. Positive Werte stehen für zusätzlich eingespeisten Strom oder Lastreduktion, negative Werte für eine Reduktion der Einspeisung oder Lastzunahme.
Regelenergie dient der Stabilisierung des Stromnetzes, wenn es zu Abweichungen zwischen Erzeugung und Verbrauch kommt. Dabei unterscheidet man verschiedene Stufen:
- Sekundärregelenergie (SRE):
Diese Energie wird innerhalb weniger Sekunden bis Minuten automatisch aktiviert, um kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz auszugleichen. Sie wird zentral vom Übertragungsnetzbetreiber gesteuert und dient dazu, die Soll-Frequenz von 50 Hertz stabil zu halten.
- Tertiärregelenergie (TRE):
Diese Energie wird manuell vom Übertragungsnetzbetreiber abgerufen und kommt typischerweise nach der Aktivierung der Sekundärregelenergie zum Einsatz. Sie dient dazu, die Netzsituation nachhaltig zu stabilisieren und die Reserven der Sekundärregelenergie wieder aufzufüllen.
Sowohl bei der Sekundär- als auch bei der Tertiärregelenergie unterscheidet man zwischen positiven und negativen Leistungen:
- Positive Regelenergie:
Strom wird zusätzlich ins Netz eingespeist oder Lasten werden reduziert, um ein Defizit auszugleichen.
- Negative Regelenergie:
Stromerzeugung wird reduziert oder Lasten werden erhöht, um einen Überschuss auszugleichen.
Unausgeglichenheit im Übertragungsnetz
Unausgeglichenheit im Übertragungsnetz
Dieser Chart zeigt die Abweichung zwischen Produktion und Verbrauch im Schweizer Stromnetz über einen Monat. Damit das Stromnetz stabil ist, muss immer gleich viel Strom produziert wie verbraucht werden. Die Kurve zeigt die Unausgeglichenheit in Megawatt: Positive Werte bedeuten, dass zu wenig Strom im Netz ist, negative Werte zeigen einen Stromüberschuss an; liegt die Kurve auf der Null-Linie, halten sich Produktion und Verbrauch die Waage. Schwankungen von bis zu 800 MW können ab und zu vorkommen und entstehen durch unvorhersehbare Änderungen bei Verbrauch oder Erzeugung oder Abweichungen bei den Produktionsprognosen für Solarenergie.