Ihre Ansprechpartnerin für dieses Netzprojekt
Übersicht
Bau einer neuen, 30 km langen Freileitung zwischen Chamoson und Chippis entlang den Hängen des linken Rhône-Ufers. Sie führt vier Spannungen auf demselben Masten: 380 kV, 220 kV, 65 kV zwischen Chamoson und Aproz und 132 kV SBB zwischen Chamoson und St-Léonard. Rückbau von fast 89 km Leitungen in der Rhône-Ebene.
Die neue Freileitung zwischen Chamoson und Chippis ist notwendig. Sie wird einerseits die Produktion der grossen hydroelektrischen Werke des Wallis abführen und andererseits das Wallis mit dem schweizerischen und dem europäischen Höchstspannungsnetz verbinden.
Verbesserung gegenüber der heutigen Situation
- Dank dem Bau dieser neuen Leitung können fast 89 km Leitungen und 322 Masten in der Rhône-Ebene zurückgebaut werden
Projekt
Vorgeschichte
Bereits 1986 gab die EOS, die heutige Alpiq, bekannt, eine Höchstspannungsleitung zwischen Romanel und Chippis zu bauen. Sie sollte aus drei verschiedenen Teilstücken bestehen, darunter das zwischen Chamoson und Chippis. Im Januar 1997 wurde ein erstes Projekt beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) öffentlich aufgelegt. Es kam zu zahlreichen Einsprüchen und negativen Bescheiden von Bundes- und Kantonsbehörden. Nachdem das Projekt ausgesetzt wurde, wurde es später mit Einwilligung des ESTI als Detailprojekt ohne Vorprüfung wieder aufgenommen.
Im Juni 2002 hat Alpiq ein neues Projekt vorgelegt und die Genehmigung der Pläne beim ESTI beantragt. Die Änderungen, die im Verlauf des Verfahrens vorgenommen wurden, mussten ebenfalls durch das ESTI genehmigt werden. Diese Änderungen sahen den Bau einer 380-kV-Leitung zwischen Chamoson und Chippis und die Zusammenlegung der Leitungen der Forces Motrices Valaisannes und der SBB auf denselben Masten vor. Am 11. Juni 2007 hat das ESTI das Dossier zur Fortsetzung des Genehmigungsverfahrens an das Bundesamt für Energie (BFE) weitergeleitet.
Im Juni 2010 hat das BFE die von Alpiq im Jahr 2002 eingereichten Pläne und die Projektänderungen genehmigt. Alpiq erhielt die Genehmigung, das Teilstück zwischen Chamoson und Chippis als Freileitung zu realisieren. In der Folge wurden mehrere Einsprüche beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) und beim Bundesgericht eingereicht. Das Bundesgericht hat die dringende Notwendigkeit der Leitung und die Ausführung als Freileitung bestätigt. Auch hat es der Forderung des BVGer stattgegeben, zu prüfen, wie die Lärmbelastung der 380-kV-Freileitung reduziert werden kann.
Am 19. Januar 2015 hat das BFE die Baugenehmigung für die Leitung erteilt. Das BVGer hat die Beschwerden im Dezember 2016 abgewiesen. Mit Urteil vom 1. September 2017 hat das Bundesgericht die Beschwerden gegen den Entscheid des BVGer vom 14. Dezember 2016 abgewiesen und damit letztinstanzlich den Plangenehmigungsentscheid des BFE vom 19. Januar 2015 bestätigt. Die Bauarbeiten für die Freileitung zwischen Chamoson und Chippis im Kanton Wallis wurden gestartet.
Technische Daten
| Länge | 30 km Trassee mit 77 Metallmasten |
| Höhe der Masten |
zwischen 60 und 90 m, vier Masten zwischen 90 und 100 m |
| Leitungen | 2 x 380 kV 1 x 220 kV 1 x 65 kV 2 x 132 kV |
Unterwerk Chandoline
Swissgrid hat ein neues 220-kV-Unterwerk errichtet, um die beiden 220/125-kV-Transformatoren der Grand Dixence SA ans Netz anzuschliessen. Die Anlage wurde im Juni 2017 mit der bestehenden 220-kV-Freileitung zwischen Chamoson und Chippis verbunden. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt der Anschluss des Unterwerks an die geplante 380/220-kV-Freileitung zwischen Chamoson und Chippis, sobald diese in Betrieb ist.
Damit das Unterwerk Chandoline angeschlossen werden konnte, war der Bau von zwei Masten mit je zwei 220-kV-Leitungen notwendig.
Mensch & Umwelt
Landschaft
Nach der Inbetriebnahme der zukünftigen Freileitung Chamoson – Chippis werden etwa 90 Kilometer bestehende Freileitungen demontiert. Dieser Abbau von 322 Masten in der Rhône-Ebene entlastet die Dörfer, die heute von dieser Leitung durchquert werden. Eine Auflage in der im Jahr 2010 vom Bundesamt für Energie (BFE) erteilten Baugenehmigung verpflichtet Swissgrid zum Rückbau dieser Leitungen nach der Inbetriebnahme der neuen Leitung. Nach der Demontage gibt es 60 km weniger Freileitungen zwischen Siders und Martigny.
Mit dem Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung werden alle Stromleitungen im Naturschutzgebiet Poutafontanna entfernt.
Lärm
Auf Verlangen des Bundesverwaltungsgerichts hat Swissgrid Massnahmen vorgeschlagen, um die Lärmbelastung durch den Einsatz neuester Technologie zu reduzieren. Durch die Installation von drei Leitern (Kabeln) pro Bündel mit einem grösseren Durchmesser wird die Lärmbelastung durch die 380-kV-Leitung reduziert. Der von der 380-kV-Freileitung ausgehende Lärm wurde reduziert und liegt unterhalb der Bundesnormen.
Elektromagnetische Felder
Die künftige Freileitung Chamoson – Chippis hält die Verordnung über den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (NISV) auf dem gesamten Trassee an Orten mit empfindlicher Nutzung ein:
- Räume, in denen sich regelmässig Personen über einen längeren Zeitraum aufhalten (Wohnzimmer, Schlafzimmer)
- Orte, an denen sich regelmässig Kinder aufhalten (Klassenräume, Spielplätze)
- In Bauzonen befindliche unbebaute Flächen
Verschiedene Fotomontagen des zukünftigen Abbaus der 220-kV-Leitung sind verfügbar unter diesem YouTube Link
Links & Downloads
Links
Bundesamt für Energie erteilt Bewilligung für neue Übertragungsleitung Chamoson – Chippis
Downloads
-
Chamoson – Chippis: Inbetriebnahme in 2022 (Französisch)
PDF -
Chamoson – Chippis: Weiterführung der Bauarbeiten (Französisch)
PDF -
Chamoson – Chippis: Beginn der Bauarbeiten (Französisch)
PDF -
Chamoson – Chippis: Beginn der Vorbereitungsarbeiten (Französisch)
PDF -
Entscheid Bundesgericht 1. September 2017 (Französisch)
PDF -
Stellungnahme Swissgrid
PDF